In Kürze, was mich bewegt ...

Zwischen den Zeiten - Zeitreise Ägypten


Richtig: Meine liebe Marita und ich in Ägypten! Pyramiden, Sphinx, Gräber, Steine ... Steine ... das volle Programm. Diese Reise war wirklich ein tolles Erlebnis. Zwei Tage Kairo und dann sieben Tage Nilkreuzfahrt von Luxor nach Assuan. Und alles drin: Kultur, Wüste, Basare, Geschichte ... und Ruhe, Spaß, Geselligkeit, Pool und Luxus. Ob Ägypten sicher ist? Wir haben den Eindruck - aber wo eigentlich ist man ganz sicher sicher?

Das nervte: Wohin man auch kam, die Guides, Händler, Kameltreiber usw. waren schon da. Sie hängten sich an die Touristen, nervten so lange, bis man etwas kaufte - oder eben auch nicht. Ägypten lebt vom Tourismus. Schlimm, als wegen der Anschläge von Luxor die Europäer wegblieben. Abseits der Touristengebiete sind die Ägypter ein freundliches, gastliches Volk. Eine Reise mit Begegnung von Einheimischen würde das vermutlich deutlich zeigen.

Angeblich sei es nur Mode. Das Kopftuch für Mädchen und Frauen ist obligatorisch. Vor der Revolution trugen sie ihre Haare noch offen, das Land war weltoffen und liberal. Heute definiert man sich weitgehend islamisch. Auch wenn ca. zehn Prozent der Bevölkerung christliche Kopten sind - der islamische Einfluss auf die Gesellschaft und auch auf das regierende un allgegenwärtige Militär ist überall sichtbar. 

Der Mann in der grauen Galabea mit weißer Kopfbedeckung sitzt lässig auf seinem gepolsterten Kapitänsstuhl und dirigiert das große Schiff per Joystick. 14,5 m breit, 72 m lang, bis 150 Passagiere - das ist die MS Zeina. Und dieser Mann hat keine Ausbildung, kein Patent, ist aber dennoch Schiffsführer des Kreuzfahrschiffes. Warum? Weil er Schiff und Nil kennt wie seine Westentasche und weil er Erfahrung hat ... Ob wir Kirchlichen solchen "Quereinsteigern" auch verantwortliche Jobs geben?    

"Geschlossen" steht auf dem Schild. Was, ist nicht ersichtlich. Die Wüste? Jenes Tal dort rechts? Keine Ahnung. Sicher ist sicher. Schon mal etwas verbieten. Ohne Begründung. Gegen jede Logik. Dieses Schild ist für mich ein Symbol für überflüssige Imperative. Jemand hat sich etwas dabei gedacht - aber eben nicht genug, nicht aus Sicht des Adressaten. Der will nachvollziehbare Klarheit und begründete Ansagen. 

Beeindruckend, die Zeugen Ägyptischer Hochkultur. Vieles ist erhalten. Ganz Ägypten ist voller Geheimnisse, viele noch nicht entdeckt und erschlossen. Was mich beeindruckt: Ich stelle mir das Leben innerhalb dieser Tempel vor, vor 3.000 Jahren. Die Priester, die Opfer, die Gläubigen, die geschmückten Götterbilder und Nischen zur Anbetung. Mir fällt das nicht schwer - ich muss mich nur an Bilder, Gerüche, Töne und Bauweisen indischer Tempel erinnern. 

Es war alles schon mal da? Die FlipFlops ganz sicher. Auch Angelhaken, Schlitten, Nähnadeln, Spiegel ... Wer ahnen will, was "Hochkultur" bedeutet, der sollte das ägyptische Museum in Kairo besuchen. Es ist dort zwar ätzend voll und laut, aber man bekommt einen guten Eindruck vom alten Ägypten. Das, was wir als Kinder so gerne malten, Pharaonen, Pyramiden, Hieroglyphen ... Wenn eine so große Kultur untergeht - wie wird es uns ergehen?

"Das letzte Hemd hat keine Taschen". Für die alten Ägypter schon. Auf ihre letzte Reise nahmen sie alles mit, was im Jenseits von Nutzen sein könnte: Nahrung, Möbel, Schmuck, Tiere ... Und wenn sie Osiris begegnen, dem Begleiter ins Jenseits und Richter zugleich, so wollen sie ihm etwas bieten, um in Ewigkeit gut dazustehen. Bei uns ist das anders. Wir glauben nicht, dass wir etwas mitnehmen können und Gott darauf schaut. Oder doch?  

 

Eine gefüllte Grabkammer, wie man sie in Pyramiden und unterirdischen Gräbern gefunden hat. Die meisten wurden bereits in der Antike geplündert, dann kamen arabische Grabräuber und später ausländische Archäologen. Man hat in den Gräbern geplündert, gewohnt, gekocht, geschlachtet ... Hat es an Respekt gefehlt? Oder sind auch die Toten für das Wohl der Lebenden zuständig? Es sieht irgendwie aus wie bei mir im Abstell-Keller.

Der Koloß im Ramesseum-Tempel. 1.000 Tonnen Granit im Stück - jetzt durch ein Erdbeben zerbrochen am Boden. Für Yasser, unseren Guide liegt dort ein Wunder. Granit gibt es nur in Assuan, einige hundert Kilometer flussaufwärts. Wie kam der Koloß von dort hierher? Welches Schiff konnte ihn tragen? Wie kam er dort hinauf? Wir diskutieren über "Wunder". Die meisten haben eine "natürliche" Erklärung, sind wir uns einig. Trotzdem bleibt das Wunder. 

Was das ist? Unser Guide weiß es nicht. Aber wir ahnen es. Kairo wird gerade neu gebaut, eine neue Stadt. Die alte ist zu unübersichtlich, zu eng, zu chaotisch, zu unbeherrschbar geworden - und für die Oberschicht zu unbequem und gefährlich. Also baut man sich ein schönes Kairo,  eine moderne, sichere Stadt für Privilegierte. Jene Ägypter, die sich dazu äußern, sehen das äußerst kritisch - und jene die schweigen haben ihre Gründe.

Einmal im Leben auf einem Kamel reiten. Diesen erst mit 67 aufkommenden Wunsch habe ich mir sofort erfüllt. Dass Kara Ben Nemsi ein Pferd bevorzugte (auch wenn er von Rennkamelen schwärmte), kann ich jetzt verstehen. Selbst Hadschi Halef Omar Ben Hadschi Abu Abbas Ibn Hadschi Davud al Gossara hat meiner Erinnerung nach selten ein Wüstenschiff benutzt. Ha, da staunt ihr über mein phänomenales Namensgedächtnis! Oder?

Wunderbare Begegnungen ... auch diesmal in Indien


Da bin ich also schon wieder in Indien unterwegs. Diesmal sind 5 Erwachsene dabei, dazu für die Zeit in der GSELC Eckard Krause. Es wird eine spannende, abwechslungsreiche und gesegnete Studienreise 2018. Hier also wieder ein paar Impressionen von unterwegs ...

Ja, die Rikschafahrer, "Auto-Driver". Sie führen ein schweres, abgasbelastetes Leben mit meist kurzer Lebenserwartung. 

Ich Depp. Sehen Sie die Zerstörung rechts oben? Da haben sie sich im Hotel soviel Mühe gegeben, den Pongalschmuck auf den Boden zu dekorieren. Und da kommt so ein Trampel von Ausländer herein, stolpert darüber und will doch nur nach dem Preis in diesem Hotel fragen. "No Problem" sagen sie alle höflich - aber ich weiß natürlich, dass sie sich ärgern. Hier sieht man den Schaden, angerichtet durch Unaufmerksamkeit. Und sonst ... ?

Dr. Ida S. Scudder. Sie gehört in die Reihe jener "Großen", die Gott herausragend segnet und gebraucht. Angefangen mit dem Elend indischer Frauen und einer klaren Berufung zur Ärztin hat sie ein Hospital aufgebaut, dann ein College ... und heute ist das CMC (Christian Medical College) mit seiner Hospitalstadt und College in Vellore eines der eindrücklichsten Krankenhäuser, das ich gesehen habe. Die Reichen bezahlen viel, damit die Armen behandelt werden können. 8.000 ambulante Patienten jeden Tag ... 

 

Beim Besuch der ehemaligen Bischöfin Esther Rani sehen wir die verfallenen Hütten des ehemaligen Kinderheimes von Arukuru. Hier wurde die Arbeit schon lange eingestellt. Auch viele andere Kinderheime sind inzwischen geschlossen. War deshalb die Arbeit von "Teachers for Tribals" umsonst? Mit Sicherheit nicht. Ich treffe auch diesmal viele junge Leute, die in einem der Heime aufgewachsen sind und dafür sehr dankbar sind. 

Ich höre: Der Bundesstaat Uttar Pradesh will das UNESCO Welterbe Taj Mahal von der Liste der touristischen Attraktionen streichen. Der Grund: Es ist ein muslemisches Mausuleum. Dies können nationalistische Hindus nicht ertragen! - Wie gut, dass der Bundesstaat Telangana nun im Gegensatz dazu viel Geld in die Hand nimmt, um alte (auch muslemische) Gräber, Monumente und Gebäude zu sanieren. Vielleicht ist Indien ja noch zu retten ...

Dies ist Jacob. Ich hatte mein Handtuch in Vellore vergessen, eines von diesen schnelltrocknenden synthetischen ... Jacob hat es gefunden, sich in den Zug gesetzt und es mir nach 1,5 Stunden Fahrt übergeben. Hat er nichts Besseres zu tun? Nein.

Gastfreundschaft, Aufmerksamkeit und Einsatz für Menschen ist für die Shalom-Leute das Beste, was sie tun können und wollen.

Eine Tankstelle mitten im Stammesland. Motorräder und Auto-Rikschas tanken auf - dort, wo man es nicht erwartet.

Genau dies ist so etwas wie eine Dauererfahrung bei den Indienreisen: Es geschieht viel Unerwartetes, Überraschendes. Nicht (nur) die "großen" Erlebnisse wie Gottesdienste, Segnungen usw. sondern vor allem die kleinen Gesten, Begegnungen, Szenen und Entdeckungen geben Kraft für das nächste Stück des Weges.

  

Die kleinen Wunder zu entdecken ist nicht selbstverständlich. Man muss mit offenen Augen und Ohren und Schritt für Schritt herumgehen. Man muss nah heran und sich Dingen und Situationen persönlich aussetzen. Die Wunder sind oft getarnt ... Aber sie erschließen sich dennoch. Nicht gemacht, sondern geschenkt. Nicht bezahlt, sondern umsonst. Nicht programmiert, sondern lebendig und spontan.

Fromm und lebensfroh ... Impressionen meiner Indienreise im Januar


Nachts rumort ein Junger Mann, weckt uns im Kirchenschlaf. Wir sind verärgert. Ohne Empfinden für das Ruhe- und Schlafbedürfnis ihrer europäischen Gäste, diese Inder!  Am Morgen, noch auf der in der Kirche aufgestellten Pritsche, fällt mein Blick auf  diese Betenden: Drei junge Männer haben irgendwo in der Ecke genächtigt. Nun beginnen sie ihren Tag mit einem knienden Gebet unter dem Kreuz.

Gottesdienst während der Jugendkonferenz 2018. Die tiefe Frömmigkeit beeindruckt. Mit Ernst bei der Sache beim Abendmahl stehen sie in langen Reihen an, nehmen dann Brot und Wein, als sei es Brot und Wasser des Lebens ...

Eine für uns völlig schräge und disharmonische Liturgie wird inbrünstig und in Andacht gesungen. Beten mit erhobenen Händen, mit Gesichtern wie in einer anderen Welt ... 

Tanzen, Singen, Lebensfreude pur. Videos der Tanzvorführungen findet ihr bei YouTube. Verstanden habe ich: Das ist nicht einfach nur Jubel und Tanz. Es ist Ausdruck ihres Glaubens und der daraus fließenden Lebensfreude. Auch wenn sie ihren Sponsor feiern und Blumen und Schals verteilen ist es nicht nur kulturelle Verschwendung oder gar Personenkult. Es ist Ausdruck ihrer Dankbarkeit.

Vor Weihnachten waren 50 Evangelisten aus Odisha geflohen. Radikale Hindus hatten ihr Leben bedroht und ihnen verboten, Weihnachten zu feiern. Vier von ihnen traf ich und hoffe sehr, dass diese Christen Unterstützung finden. Einige von ihnen arbeiten unter Bergstämmen, jenseits jeder Zivilisation - und kirchlicher Präsenz (Blog!)

Das ist Mark. Er ist querschnittsgelähmt, kann nicht arbeiten - außer hervorragend mit Bambus umgehen. Ich treffe ihn seit Jahren bei allen Jugendveranstaltungen. Er kommt aus Lachigudem. Seine Familie hat Glück gehabt. Sie haben eine stattliche Polavaram-Entschädigung für ihr Land bekommen. Mark konnte sich in einer größeren Stadt von seinem Anteil ein Auto leisten und ein Haus anzahlen. Er arbeitet jetzt bei einer staatlichen Einrichtung als Kunst-Lehrer für Bambusartikel und hat ein eigenes Einkommen. Er definiert sein "Glück" als "Geschenk Gottes". In seinem Haus wohnen nun kostenlos Studenten und er hat einen Verein zur Speisung Armer gegründet.

Diese Frauen werden es vermutlich nicht so einfach haben wie Mark. In mehreren Gemeinden interviewe ich die Leute zum Thema Polavaram-Projekt. Immer klarer wird, dass viele der Opfer dieses Großprojektes schlecht oder gar nicht entschädigt werden. Besonders jene ohne eigenes Land und wer keine Dokumente für sein Land besitzt - und das sind viele - werden häufig leer ausgehen. Die Kirche überlegt, wie sie helfen kann ...

Bevor alles überschwemmt wird, checkt die Regierung die Region auf Altertümer. Bei Rudramakota wurde ein über 3.000 Jahre altes Gräberfeld entdeckt und 70 Steingräber identifiziert. Man investiert viel Geld, um dies zu dokumentieren und nach wertvollen Grabbeigaben zu suchen. Wenn man doch begreifen würde, dass die Schätze dieser Region nicht unter der Erde liegen, sondern in allem, was oberhalb vor Augen ist und lebendig!

Die Kirche des alten Isaak und seinem Sohn Jacob (kein Witz!). Isaak hat hier einst ein Schlangenheiligtum auf dem Berg zerstört, nachdem die Schlange einen Jungen gebissen hatte. Es hat viel Ärger mit den Hindus gegeben. Später hat Isaak am Fuß des Hügels eine Kirche errichtet. Die Hindus haben prompt reagiert und oben einen Tempel gebaut. Ob sie sich erhaben fühlen, so oberhalb? Die Christen jedenfalls sind gerne unten bei den Menschen.

Dies sind Deepak und Rama, zwei der sechs Lifetrainees im Yelagiri-Zentrum der Shalom-Foundation. Noch während wir dort waren, kam eine Mail: Ein Ehepaar, das bei der letzten Reise mit war, übernimmt die Kosten für zwei Lifetrainees! Toll und Danke! Dem Jahr in der indischen Hausgemeinde kann also eine Ausbildung von 3 Jahren folgen - und so bekommen die beiden eine berufliche Zukunft. Für nur 55 € monatlich !!! Folgt diesem Link ...

Wer mehr von der Indienreise und Indien überhaupt wissen möchte, sollte die Homepage des FMD besuchen: www.fmd-online.de  Im Herbst wird auch wieder eine Studien- und Erlebnisreise nach Indien angeboten. Daran teilzunehmen lohnt sich wirklich - nicht nur weil es ein touristisch interessantes Erlebnis ist, sondern vor allem, weil Sie Indien hautnah begegnen und Christen persönlich kennen lernen. 

Das erste Mal in Goa ...


Das erste Mal in Goa - und es stimmt: Dort gibt es traumhafte Strände. Man kann recht günstig Urlaub machen, direkt am Strand in einer Hütte, unter Palmen und - wie in unserem Fall dank einer tollen Gruppe - lieben Menschen. Sie schwingt noch nach, unsere Indien-Studienreise.

Vor allem denke ich an die Menschen entlang der Godavari. Die Vertreibung durch den Staudamm rückt immer näher. Es wird eine Landschaft verschwinden, die für mich schöner ist als Goas Strände und Lebensraum für so viele liebenswerte Menschen. Der alte Mann ist Mahatma Gandhi noch persönlich begegnet. Er hat Geschichte erlebt und hat doch keine Chance, sie mitzuschreiben. Sein Lebensraum wird verschwinden und die Aussicht für die Kinder unter dem schützenden Baum am Fluss ist alles andere als gut ... wäre da die Hoffnung nicht, die Aussicht auf Gottes gute und bleibende Begleitung und schützende Hand.

Dank des Glaubens an Gottes Treue verlieren die Christen nicht ihren Mut. Sie feiern, singen und beten weiter. Immanuel - Gott ist da! 

Schattenspiele - der KRIMI für Urlaub und Lesezeiten am Kamin ...


Und jetzt also mein "Sommerkrimi" 2017! Wieder ist es ein Indien-Krimi. Ihr bekommt ihn als E-Book, aber auch als Taschenbuch. Wenn irgend möglich, schreibt doch bitte eine Rezession. Danke! Und darum geht es:

Ausgerechnet auf einem christlichen Friedhof findet man einen Toten. Inspektor Chidambaram und sein smarter Sekretär gehen mehreren Spuren nach. Was zu Beginn noch unübersichtlich und verwirrend erscheint, gewinnt an Kontur.

Der Fall führt das Ermittlerteam, teilweise ergänzt durch die hübsche Aktivistin Kumari, an Indiens Ostküste, ins Stammesgebiet zu Indiens Ureinwohnern entlang der Godavari, in die Großstadt Hyderabad und zuletzt direkt an die Wurzel allen Übels.

Was hier beschrieben wird, findet im Schatten statt. Man scheut das Licht. Nach Aussen werden die Regeln eingehalten, man gibt sich sozial und erntet dafür viel Beifall, tatsächlich aber wird falsch gespielt und man geht über Leichen. 

Man kann das Buch als E-Book z.B. bei Amazon für 4,99 € erwerben. (ISBN 978-3-7427-8200-7) und seit August auch als Taschenbuch für 11,99 € (ISBN 978-3-746756-17-2)

frisch aufgelegt ...


Zwei meiner älteren Bücher, die inzwischen vergriffen sind, habe ich als E-Book wieder neu aufgelegt und ihr könnt sie auch als Taschenbuch bestellen (Im Buchhandel, bei mir und online über Verkaufsportale). Sie eignen sich für junge Menschen, die sich mit Glaubensfragen auseinandersetzen. 

Das Buch erzählt Geschichten um die Person des Jüngers Simon Petrus. 

Parallel dazu erzähle ich, wie es dazu kam, dass ich Christ wurde und wie die ersten Schritte aussahen. Es ist also ein autobiografisches Buch, das sehr persönlich von Zweifel und Glauben erzählt. Es wird deutlich, dass sich auch heute ereignet, was in der Bibel erzählt wird.

Ein schönes (kostenloses!) Geschenk für Jugendliche, die auf der Suche sind.

Weiter ...

Ein tolles Geschenk für Konfirmanden. Warum erst zur Konfirmation ein Buchgeschenk machen? Das für nur 0,99 € angebotene Büchlein kann man wunderbar schon während der Konfirmandenzeit weitergeben und dann auch darüber ins Gespräch kommen. Das Buch beschreibt, wie sich die "Konfis" Oliver und Simone mit dem Glauben auseinandersetzen und nicht nur einander, sondern auch Gott entdecken.

Weiter ...



Jetzt ist es da: Meinen zweiten Indien-Krimi gibt es als Taschenbuch.

460 Seiten Spannung mit Inspektor Chidambaram. Er ermittelt in Bhadrachalam und entlang der Godavari. Vier Tote wurden im Polavaram-Kanal gefunden. Schnell stellt sich heraus, dass es um fanatische Hindus geht, einen radikalisierten jungen Mann und ein zerstörtes Dorf. Dann allerdings die Wende - es steckt viel mehr dahinter. Am Besten, Ihr lest selbst.

Den Roman kann man über mich beziehen. Er kostet 11.95 € + Porto. 

aufräumen und aussäen


Aufräumen. Ich fülle meine blaue Tonne. Dabei mache ich mir Gedanken über die Schätze, die in meinen Schränken und Regalen lagern. Und ich denke über die heute gehörte Predigt weiter nach. Nein, es ist längst nicht alles umsonst! Lest gerne meinen Blog "aufräumen und aussäen" und kommentiert ihn auch gerne.

 

Indien - mehr als ein exotischer Urlaub


Zu viert unterwegs mit der Frage nach geistlicher Partnerschaft. Wird sich die Beziehung auch nach diversen Enttäuschungen und dem Ende der finanziellen Partnerschaft zwischen FMD e.V. und der GSELC noch irgendwie gestalten lassen? Wollen unsere indischen Geschwister die Partnerschaft mit uns, auch wenn sie kein Geld mehr bekommen? Wie wird man uns aufnehmen und mit welchen Erwartungen wird man uns begegnen? 

Inzwischen haben wir auf diese Fragen eine Antwort. Ja, unsere Geschwister wollen weiterhin Freundschaft und Partnerschaft mit uns teilen. Auch ohne finanzielle Hilfen ist ihnen die Beziehung zu uns wichtig. So wie umgekehrt auch. 

Wir werden begeistert und freundlich empfangen. Blumen, Fußwaschung, Tee und unzähliges Lächeln und Händeschütteln. Wandanale. Mit 300 Jugendlichen erleben wir ein tolles Fest der Reformation und sind begeistert von den Thesen, die sie der Kirchenleitung an die Tür heften.

Bei den Gemeindebesuchen werden 182 Menschen jeden Alters getauft, der Glaube wird bekannt, Gottesdienst gefeiert, für Kranke gebetet, gesegnet ... zurück in die Apostelgeschichte und zu den Anfängen dieser Kirche im Stammesgebiet. Wie es aussieht, wächst die Kirche und die Mitarbeiterschaft wieder zusammen und gewinnt an Ausstrahlung. Auch auf mich.

 

Ich bin mit Martin Luther unterwegs, mit dem Playmobil-Luther und Themen der Reformation. Luthers Leben als Berufung Gottes, die Freiheit dieses Christenmenschen, vier Soli ... vierzig Lutherfiguren zieren jetzt Altäre, Regale und zwei Amarturenbretter. Selbst beim Kongress der AELC vor mehr als 5.000 Menschen konnte ich ein Grußwort sagen. Dabei wollte ich doch vor all diesen Events im Jubiläumsjahr in den Ruhestand gehen ...!

 

Betroffen bin ich vom Fortgang des Staudamm-Projektes. Der Indira-Sagar Damm bei Polavaram wird Anfang der 20er kommen. Wir haben Dank der Firma Bauer die Baustelle besichtigt. Hoffentlich steht die Regierung zu den Versprechen zur Entschädigung Betroffener! Dies zu erbeten aber auch zu erstreiten ist unsere geschwisterliche Pflicht.  

 

Die Shalom-Foundation läuft wie immer "rund". Alle Projekte werden ständig reflektiert, verändert und verbessert. So soll jetzt eine Altenhilfe begonnen werden. Medical-Camps (Ärzte, da könnt Ihr mitmachen!!!), Stipendien, Hausaufgaben-Zentren und Projekte für Kinder Aidskranker laufen bereits segensreich und effektiv. Hier lohnt es sich wirklich zu spenden! 

 

Mehr lest ihr auf der Homepage des FMD. 

Und im Bereich fotografiert unter indien hautnah findet ihr einige Fotos von mir.

Was ich besonders empfehle: Macht Euch selbst ein Bild und kommt mit auf die Studienreise im Herbst (hier der Link). Ich garantiere Euch: Es wird unvergesslich!

 

Ja, und Indien allgemein. Nach inzwischen 36 Jahren Besuche dort, habe ich einen Teil der Entwicklung miterlebt. Das Land wandelt sich sichtbar. Allerdings hinken manche Gebiete, Einstellungen und Traditionen hinterher. Vieles verbessert sich: Die Bildungschancen steigen, Städte werden sauberer, Infrastruktur und Kommunikation entsprechen teilweise unseren Standards, usw. ... Aber vieles wirkt auch, vor allem auf die Christen des Landes, bedrohlich: 23.000 NGOs (Nicht-Regierungs-Organisationen) wurde die Berechtigung entzogen, ausländisches Geld zu empfangen. Die Hindu-Fundamentalisten machen Druck, versuchen, Indien als hinduistischen Nationalstaat zu festigen und die eigentlich demokratische und liberale Verfassung zu umgehen. Wir werden sehen. Meine Gebete gelten jedenfalls nicht nur den Partnern im Subkontinent, sondern auch den Bedingungen unter denen sie ihren Glauben bezeugen und leben.

Entpflichtung, Verabschiedung ... egal, es kling schlimmer als es ist.


Nun also wurde ich verabschiedet. Zwei merkwürdig bewegende Momente gab es für mich am 17.Dezember 2016 - und viele, viele schöne und fröhliche dazu. Bewegend war, inmitten der über hundert Ehemaligen aus der Hausgemeinde zu stehen und ihr Lied zu hören. Welch ein Geschenk! Ja, auch das Lied, vor allem jedoch seinen Dienst ein Leben lang umgeben von jungen Menschen zu machen, diese zu begleiten und teilweise auch zu prägen. Danke, Euch und Gott für dieses Privileg!

Ein anderer bewegender Moment kam überraschend. Landessuperintendent Rathing "entpflichtete" mich ganz offiziell. Das war seltsam. Ich stand vor ihm und plötzlich fiel mir irgend etwas von der Seele, fast spürbar. Ob das die "Pflicht" war? Gegenüber meinem Arbeitgeber Kirche und HkD? Oder die Verantwortung für meine Aufgaben im MZ? Vermutlich. Dabei war es ja nie mühsame Pflichterfüllung, was ich gemacht habe - naja, fast nie. Möglicherweise habe ich unterschätzt, was es bedeutet, loyaler Arbeitnehmer zu sein. Es gab auch Dinge, die ich nicht gut fand, ja. Darunter Entwicklungen, die nicht richtig zu meinem Verständnis von Kirche passen. Auch Aufgaben, die ich nicht so gerne tat. Seltsam. Wenn auch nur für einen winzigen Moment.

 

Alles andere an diesem Tag war wunderschön für mich. Ein toller Gottesdienst, der wieder einmal bestätigte, was ich immer gesagt habe: Gottesdienst ist nicht eine Veranstaltung, zu der man hingeht und sie sich anschaut. Gottesdienst ist eine Feier, ein Fest des Lobes Gottes. Nicht die Form ist entscheidend, sondern welche Leute dort feiern und der Geist, dem sie Raum geben. Und der war am Samstag ein tolles Erlebnis. "Freuet Euch in dem Herrn allewege! Der Herr ist nahe." Ich selbst durfte predigen und über diesen Link könnt Ihr meine Predigt nachlesen.

Wunderbar waren auch die Begegnungen beim Empfang, die wohltuenden und oft sehr persönlich geprägten Reden. Danke! Es war ein wunderschöner Tag für mich.

Jürgen, Burkhard ... Abschiede, die nachdenklich machen


Es wird viel gestorben. Mich berührt der frühe Tod von Jürgen Kasch, unserem Rechnungsführer, der mit 50 Jahren an einem Tumor verstorben ist. Nur wenige Tage später ist im Alter von 62 Jahren Burkhard Weber, Direktor des Johanneum, ebenfalls an Krebs gestorben. Was tröstet: Bis kurz vor ihrem Ende ging es beiden noch recht gut und die Schmerzen konnten gelindert werden. Burkhard hat sogar noch unterrichtet. Aber dennoch: Der Tod ist unberechenbar. Es scheint, Gott ist unberechenbar, jedenfalls was seine zeitlichen Planungen angeht. Für mich ist er aber durch Christus doch ein verlässlicher Planer: Er schenkt uns Gutes und das Beste. Über den Tod hinaus. 


Verabschiedung am 17.Dezember 2016

Hier werden demnächst aktuelle Infos stehen.

Jetzt gehen wir erst einmal mit großen Schritten auf meine Verabschiedung aus dem aktiven Dienst zu: Am Samstag, 17.12. um 16.00 Uhr wird Gottesdienst gefeiert, danach gibt es im MZ einen Empfang. 

Ich freue mich auf viele Weggefährten von früher, auf die ExHG, meine Familie und Freunde und jene, die beteiligt sind: LaSup Rathing, Herr Tyra, Klaus Stemmann und meine KollegInnen. Ja, ich bin gespannt, wie es wird ... im Anschluss bei Büffet hoffe ich auf manch nettes Gespräch.

 

Jayapaul, Gründer von Shalom verabschiedet.

Jayapaul, der Gründer und Leiter der Shalom-Foundation, wird übrigens exakt zeitgleich mit mir verabschiedet: Am 17.12. legt er alle Verantwortung in die Hände von jüngeren Nachfolgern - was auch bei ihm nicht heißt, dass er gänzlich verschwunden ist. Im Hintergrund wird er sein Lebenswerk weiter begleiten.

 

Indienreise im Januar 2017

Im Januar ist wieder eine Reise nach Indien geplant. Es wird spannend ... und ich überlege, einen kleinen Blog zu schreiben. Mal sehn, was ich bis dahin technisch hinkriege. Im Stammesgebiet, so ganz ohne Internet, wird natürlich nichts möglich sein.

Diesmal ist die Situation besonders: Der FMD hat jede finanzielle Unterstützung eingestellt und es gilt herauszufinden, ob und wie eine zukünftige "geistliche Partnerschaft" aussehen kann. Unsere Rolle ist gänzlich neu: Geld bringen wir diesmal nicht mit. Selbst die geplante Jugendkonferenz zahlen die Partner selbst. Spannend: Wir sind nach der Beendigung der offiziellen Beziehung der erste Besuch. 

Außer Dieter Pintatis, der vor allem das Kinderheim G.K.Padu besuchen wird, kommen Linda Schmols (theo.Stud.) und Annika Brunotte (rel.Päd.Stud.) mit nach Indien. Als ehemalige Hausgemeindemitglieder vertiefen sie besonders die Beziehung zum Shalom Yelligiri-Zentrum. Wir werden auch dort einen intensiven Besuch machen.